Mein Café Diepholz - Klinik-Cafeteria öffnet unter neuem Namen

Diepholz

Diepholz – Insgesamt 17 200 Patienten behandelten die Kliniken des Landkreises Diepholz im vergangenen Jahr, etwa 6 900 davon in Diepholz. Das berichtete Uwe Lorenz, Geschäftsführer der Kliniken Landkreis Diepholz, bei der Mitgliederversammlung des Fördervereins Klinik Diepholz, geht aus einer jetzt vorgelegten Pressemitteilung des Vereins hervor.

Die Anzahl der behandelten Patienten bewegte sich auf dem Niveau von 2018 bei etwas gesunkenem Umsatz. Mit etwa 33 000 Übernachtungen war die Klinik gut ausgelastet, jedoch nicht voll ausgelastet.

Besonders herausfordernd bezeichnete Lorenz die vielen neuen Verordnungen des Gesundheitsministeriums unter Jens Spahn, die vor der Corona-Krise auf den Weg gebracht wurden. Diese würden es laut Lorenz schwer bis unmöglich machen, kleine Krankenhäuser zu betreiben. So gibt es zum Beispiel klare Vorgaben für die Anzahl der Pflegekräfte in den verschiedenen Bereichen, jedoch das verfügbare Budget hierfür ist nicht klar und somit auch nicht die Finanzierbarkeit.

Vor diesem Hintergrund wurde bei der Fördervereins-Versammlung, die vor der Corona-Krise stattfand, auch die Entscheidung des Landkreises Diepholz, die bestehenden Häuser zu schließen und ein Zentralkrankenhaus für den Landkreis Diepholz zu errichten, intensiv und konträr von den 20 anwesenden Mitgliedern diskutiert, so die Pressemitteilung. Aktuell steckt man mitten in der Planung für die neue Zentralklinik, in der unter anderem das Leistungsspektrum festgelegt werde. Mit einer finalen Entscheidung rechnet Lorenz in 2022 mit einer anschließenden Bauzeit von etwa drei bis vier Jahren.

6 900 Patienten im Jahr 2019

Aber es gab auch noch einige positive Informationen zur Klinik Diepholz. So wurden zum Beispiel neue hochwertige Ultraschallgeräte für die Innere Medizin beschafft und die Cafeteria der Klinik wird nun nach mehrmonatiger Renovierung in den nächsten Wochen unter dem Namen „Mein Café Diepholz“ wiedereröffnen.

Da passt es laut der Mitteilung gut, dass der Förderverein vor wenigen Wochen neue Sitzgelegenheiten für den Eingangsbereich gesponsert hat, um die Aufenthaltsqualität zu verbessern. Diese werden laut dem neuen Klinikmanager, Lukas Mählmann, von den Patienten gut angenommen und es gibt viel positives Feedback.

Der Vorsitzende des Fördervereins, Lars Mester, erläuterte in seinem Jahresbericht auch die weiteren Fördermaßnahmen. So wurde für die Mitarbeiter der Klinik eine Kommunikationsschulung angeboten und es gab die Aktion „Mitarbeiter fotografieren für ihre Klinik“. Des Weiteren stellte er die Mitgliederbewegungen dar, aktuell umfasst der Förderverein 100 Mitglieder. Auch die Finanzen wurden dargelegt und Kassenprüfer Bernd Öhlmann beantragte die Entlastung des Vorstandes.

Mester betonte noch einmal, dass es noch ein paar Jahre dauern wird, bis die Klinik Diepholz den Betrieb einstellen wird. Bis dahin müsse eine Versorgung der Patienten auf hohem Niveau sicher gestellt sein, es dürfe keinen Investitionstau geben. Der Förderverein werde seinen Teil leisten und sich weiterhin für die Klinik und deren Mitarbeiter einsetzen.

Natürlich wurde auch noch das Coronavirus bei der Versammlung thematisiert. In diesem Zusammenhang berichtete Uwe Lorenz, dass die Kliniken bereits frühzeitig eine Arbeitsgruppe gebildet hätten, die sich intensiv mit dem Thema befasse. Über den Einkaufsverbund wurde sich zentral bevorratet. Man sei bestmöglich auf die Situation vorbereitet.

 

Artikel erschienen in der Kreiszeitung am  Mittwoch, den 25. März 2020

Bei der Versammlung des Fördervereins Klinik Diepholz (v.l.): Klinikmanager Lukas Mählmann, Klinik-Geschäftsführer Uwe Lorenz und Vereinsvorsitzender Lars Mester. Foto: Verein